Piz Alv / Saletscha | Riom-Parsonz

Von der Alp Schmorras folgt man dem Wanderweg zum Lai da Schmorras und weiter gegen den Piz Alv. Ab Punkt 2337 auf der Landeskarte sind immer wieder Spuren erkennbar von einer kleinen Fahrstrasse. In aufsteigender Richtung gelangt man als erstes zu einem Erzdepot (7). Je weiter man gegen den Grat gelangt, welcher sich von Schmorras Grat gegen den Piz Alv hochzieht, desto besser sind die Wegspuren erkennbar. Besonders im letzten Stück gegen den Grat ist die Fahrstrasse gut erkennbar. Der oberste Abbau (1) befindet sich bei Punkt 2692 der Landeskarte. Noch vor diesem Abbau befindet sich nur wenige Meter unterhalb des Grates eine kleine Schutzhütte (2) im Gelände eingelassen.

Kurz nach dem Erzdepot (7) zweigt der Grubenweg rechts ab und zieht sich hoch in die Felsen. Auf 2550 müM befinden sich die Grundmauern einer Knappenhütte (5) und eins weiteren Gebäudes (6). Oberhalb dieser Hütten liegt der Erzabbau. In aufsteigender Richtung gelang man an eine grosse Erzhalde (4) und dann zum ausgesprengten Erzabbau (3). Gut sichtbar ist das anstehende Erz.

Vom Hauptabbau (3) gegen den Grat zum obersten Abbau (1) finden sich immer wieder Erzspuren im Gelände.

Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv / Saletscha
Bezeichnung Saletscha
Gegenstand Erzabbau Tagbau
Erz
Position LV03 (Ost): 757960 / LV03 (Nord): 155100

Details

Der kleine Erzabbau ldirekt auf dem Grat (1) liegt nur wenige Meter östlich von Punkt 2692 und wurde vermutlich zu Beginn im Tagbau betrieben. Im Innern dieses Abbaues sind noch gut zwei verstürzte Stollen erkennbar.

Im Hauptabbau (3) sind die Sprenglöcher gut sichtbar. Überraschend ist die stattliche abgebaute, jedoch nicht abtransportierte Menge an Erz.

Auf der Siegfriedkarte Blatt 506 aus dem Jahre 1875 ist der Grubenweg teilweise eingezeichnet. Dieser führte nicht über die heutige Alp Schmorras, sondern der Ava da Schmorras entlang auf der östlichen Talseite hinunter ins Tal.

Geschichte

Die Sprenglöcher im Abbau belegen die Abbautätigkeit in der Neuzeit und in die gleiche Abbauzeit wie jene am Schmorras Grat.

Illustrationen

Titel Übersicht Erzabbau Piz Alv
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2018
Titel Stützmauern des Grubenweges
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv
Fotograf Martin Schreiber
Jahr 2009
Titel Der Grubenweg kurz vor dem Grat
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv
Fotograf Martin Schreiber
Jahr 2009
Titel Die Hämatitvererzung auf dem Grat
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv
Fotograf Martin Schreiber
Jahr 2009
Titel Die beiden nebeneinander liegenden Grubeneingänge (1)
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Piz Alv
Fotograf Martin Schreiber
Jahr 2009
Titel Erzdepot bei Bleis digl Piz Alv (7)
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Bleis digl Piz Alv
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2004
Titel Bohrloch in der ausgesprengten Felsnische
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Saletscha
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2023
Titel Ausgesprengte Erznische (3) mit anstehendem Erz
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Saletscha
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2023
Titel Erzhalde wenige Meter oberhalb des Knappenhauses
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Saletscha
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2015
Titel Das kleine Gebäude (6) unterhalb des Knappenhauses
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Saletscha
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2023
Titel Knappenhaus von ca. 9x6m und ein weiteres Gebäude von ca. 3.5x4m
Gemeinde Riom-Parsonz
Lokalität Saletscha
Fotograf Schreiber Martin
Jahr 2023

Literatur

Titel Verfasser Seiten Jahrgang  
Der Eisenbergbau am Piz Alv im Oberhalbstein GR Brun Eduard 15-21 2001 
Val Nandro De Dual 150-153 1872 
Bergbau und Erztransporte Brun Eduard 303-308 2001 
Erzlagerstätten Wilhelm Oskar 24-32 1932 
Igl treis progressists or dalla Val Nandro Janutin L. 106-126 1963 
Die Eisen-Mangan-Erzlagerstätten im unteren Averstal (Val Ferrera) Graubünden Wilhelm Oskar 1922 
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